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Ladungssicherung und Schadensvermeidung

Gut aufgehoben

10.04.2015

Bei Stückgutsendungen gibt es keine Standardlösung. Die Packstücke unterscheiden sich in Form, Ausmaßen und Gewicht. Und zusammen mit anderen Transportgütern bilden sie im Lkw eine komplexe Gemengelage. Um Schadensfälle zu vermeiden, müssen alle Beteiligten ihr Augenmerk auf Ladungssicherung und Verpackung richten – das schließt auch die Verlader ein. Ihnen bietet die ZUFALL logistics group umfangreiche Hilfestellung.

Während des Transports können Lkw-Ladungen extremen physikalischen Kräften ausgesetzt sein. Damit Packstücke auch bei Vollbremsungen oder abrupten Ausweichmanövern nicht verrutschen, um- oder herabfallen, muss die Ladung angemessen gesichert sein. Zudem muss die Ladungsmasse nach jedem Be- oder Umladeprozess gemäß eines vorgegebenen Lastverteilungsplans im zulässigen Bereich auf die Achsen verteilt sein.

Wichtig zu wissen: Verantwortlich dafür sind nicht allein der Fahrer und der Fahrzeughalter, sondern auch die verladenden Unternehmen. Letztere müssen laut der in Deutschland geltenden VDI-Richtlinie 2700 nachweisen, dass das Verlade- und Aufsichtspersonal entsprechend geschult ist. „Verstöße werden bei polizeilichen Verkehrskontrollen als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern und Punkten im Fahreignungsregister geahndet“, erklärt Carsten Klee, der die ZUFALL logistics group seit mittlerweile zehn Jahren in den Bereichen Gefahrgut und Ladungssicherung berät. Bei Verkehrsunfällen können Verstöße sogar als gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr strafrechtlich verfolgt werden. „Hier ist bereits der Versuch strafbar“, warnt Carsten Klee. Verladern empfiehlt er daher dringend, ihrem Spediteur alle Daten über die Ladung sowie deren Anforderungen an den Transport zu übergeben – etwa, ob ein Ladegut formstabil ist und somit niedergezurrt werden kann oder ob es durch besonders feste Planaufbauten (DIN EN 12642 Code-XL) formschlüssig gesichert werden kann.

Doch auch unabhängig von der Gesetzeslage ist jeder Schadensfall ein Schadensfall zu viel. Hinsichtlich der Qualitätsmaßnahmen auf diesem Gebiet hat für ZUFALL die Vermeidung von Schäden höchste Priorität. „Nicht immer lässt sich die tatsächliche Ursache eines Schadensfalls sofort herausfinden“, berichtet Gunnar Heunisch. Der Zentralleiter für Qualitäts- und Umweltmanagement bei ZUFALL führt hier beispielhaft einen Vorfall an, der sich auf der Fahrt zum Empfänger ereignet. „Häufig ist es dann zu kurz gedacht, wenn man den Schaden auf den sorglosen Fahrstil des Fahrers oder auf die ungenügende Beladung des Lkw zurückführt – auch wenn die Sendung alle vorhergehenden Stationen unbeschadet überstanden hat.“ Vielfach entpuppt sich die Schadensursache als mangelhafte Verpackung am Anfang der Transportkette.

Doch wie kommt man solchen Ursachen auf die Spur? Und wie erfährt ein Verlader, ob und wie er seine Verpackungsmaßnahmen umstellen sollte? Im vergangenen Jahr haben Gunnar Heunisch und Stefan Porde, Zentralleiter Versicherung bei ZUFALL, daher ein Modellprojekt gestartet, um den vorhandenen Datenbestand unter diesem Gesichtspunkt genauer zu analysieren. Dafür wurden alle Schadensvorgänge in eine eigene Datenbank überführt und als Qualitätskennzahlen definiert – ganz unabhängig von der Schuldfrage eines jeden individuellen Schadensfalls. „Auf der Basis der erfassten Daten lassen sich jetzt mögliche Fehlerquellen viel präziser identifizieren und beheben“, berichtet Stefan Porde. „Um Fehlerquellen zu entdecken und abzustellen haben wir sowohl alle ZUFALL-internen Prozesse, aber auch das Personal sowie die Fahrzeuge der kooperierenden Transportunternehmen und Speditionspartner betrachtet“, ergänzt Gunnar Heunisch. „Hier lassen sich viele wirksame Verbesserungsmaßnahmen ableiten.“ Zudem ist es denkbar, dass entlang der Transportkette in akuten Fällen notwendige Nachverpackungen vorgenommen werden. Vor allem aber sind Schulungen ein bewährtes Mittel, um alle zuständigen Mitarbeiter auf diesem Gebiet zu sensibilisieren. Carsten Klee: „Die Inhalte solcher Schulungen müssen grundsätzlich an den Bedarf und die Gegebenheiten des verladenden Kunden angepasst sein.“

„Auch wir wollen unsere Kunden mit unseren datengestützten Erfahrungswerten bei der Schadensvermeidung unterstützen“, betont Stefan Porde. „Ganz konkret haben wir Schwellenwerte definiert, die geeignete Maßnahmen für den Kundendialog auslösen.“ Etwa indem ein ZUFALL-Kundenbetreuer aufgefordert wird, das Gespräch mit einem Verlader zu suchen – mit der Absicht, zu prüfen, ob Sendungen und Verpackungen für Stückguttransporte geeignet sind. Weitere Maßnahmen sind umfängliche Verpackungsberatungen oder sogenannte „Von gut zu besser“-Workshops, bei denen sich die Mitarbeiter von ZUFALL und des Kundenunternehmens detailliert austauschen. Stefan Porde: „Wir wollen, dass sich unsere Kunden gut aufgehoben fühlen, wovon nicht zuletzt auch deren Auftraggeber profitieren.

Weitere Informationen zum Thema Verpackung: 
Hilfreiche Verpackungstipps und eine ausführliche Checkliste sowie ein Verpackungsleifaden von Night Star Express stehen für Sie unter www.zufall.de/informieren/downloadsbereit.