Von Göttingen nach Sydney: Praktikum zwischen Logistik und Lebensgefühl

Mathea-in-SydneyFünf Wochen, eine neue Stadt, ein anderes Land – und jede Menge Eindrücke. Unsere Auszubildende Mathea aus Göttingen hat ihr Praktikum in Sydney nicht nur beruflich, sondern auch persönlich als große Bereicherung erlebt.

Über Instagram hat sie uns mitgenommen auf ihre Reise (🤫findet ihr noch als Highlight auf unserem ZUFALL Instagram Account). Im Interview erzählt sie, was sie erlebt hat, was sie überrascht hat – und warum sie jedem ein Auslandspraktikum empfehlen würde.

 
AusbildungWeltweit – Berufsausbildung international
Das BMBF-Programm AusbildungWeltweit fördert Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Ausbildungspersonal außerhalb Europas. Ziel ist es, internationale Kompetenzen und Praxiserfahrungen zu vermitteln. Gefördert werden Reise-, Aufenthalts- und Organisationskosten für Aufenthalte von drei Wochen bis drei Monaten. Antragsberechtigt sind Betriebe, Kammern und Berufsschulen. Mehr Infos unter www.ausbildung-weltweit.de.

Wie alles begann – Vorbereitung und Abschied

Wie bist du auf die Möglichkeit, ein Praktikum in Sydney zu absolvieren, gekommen? Wie hast du dich das Praktikum vorbereitet – organisatorisch und emotional?
Und wie war dein letzter Arbeitstag in Deutschland – was waren deine Gedanken kurz vor dem Abflug?

Neben meiner Ausbildung zur Speditionskauffrau absolviere ich noch die Zusatzqualifikation zur Europakauffrau. Ein Pflichtbestandteil davon ist ein vierwöchiges Praktikum. Grundsätzlich soll dieses innerhalb der EU absolviert werden, es gibt jedoch auch die Option es über die Organisation Ausbildung Weltweit außerhalb von Europa zu machen. Auf der Suche nach einer passenden Möglichkeit informierte ich mich intensiv und stieß dabei auf das Programm von Ausbildung Weltweit. Nach meiner Bewerbung erhielt ich die Zusage – damit war der Weg für mein Praktikum in Sydney geebnet.

Die Planung – von den Flügen bis zur Unterkunft – habe ich komplett selbst übernommen. Ausbildung Weltweit hat dabei einen Großteil der Kosten getragen. Auch wenn es manchmal etwas stressig war, hat am Ende alles super funktioniert.

Mein Team in Deutschland hat sich total mit mir gefreut und mich so herzlich verabschiedet, dass mir der Abschied richtig schwergefallen ist. Als es dann losging, war ich natürlich sehr aufgeregt. Aber kurz vor dem Abflug habe ich mich einfach riesig auf die kommende Zeit in Australien gefreut.

Mathea-in-Sydney

 

MEINE 3 HIGHLIGHTS

  • Die Arbeitsatmosphäre und der Internationale Einblicke in die Logistikbranche.
  • Sydney als Stadt. Die besondere Lebensweise und Kultur
  • Mein zweiwöchiger Urlaub danach, in dem ich super viel gesehen habe.

 

 

24h und knapp 17.000 Kilometer später: Hallo Sydney!

Wie verlief deine Reise nach Sydney? Wie hast du dich in deiner Unterkunft eingelebt? Was hat dir dort besonders gefallen?

Nach einem langen Flug von Frankfurt über Doha nach Sydney war ich endlich da – müde, aber voller Vorfreude. Ich hatte mir ein Airbnb in Revesby gebucht, in dem ich mich direkt wohlgefühlt habe. Es lag relativ nah am Standort von A. Hardrodt, dem Logistik- und Speditionsunternehmen, bei dem ich mein Praktikum absolviert habe. Mit dem Zug war ich in etwa 20 Minuten direkt in der City. Die Menschen in meiner Nachbarschaft waren super freundlich und total offen – das hat mir den Start echt leicht gemacht.

 

Freizeit in Sydney: Von Bondi Beach bis Chinatown

Was hast du in deiner Freizeit unternommen? Gab es besondere Orte oder Aktivitäten, die dir in Erinnerung geblieben sind? Hast du neue Freundschaften geschlossen oder besondere Begegnungen erlebt?

Ich habe so viel wie möglich von der Stadt und Umgebung erkundet – vom berühmten Bondi Beach und Clovelly Beach bis hin zu kleinen Cafés in Newtown und Chinatown. Besonders begeistert hat mich die entspannte australische Lebensweise und die Vielfalt der Kulturen. Ich habe neue Freundschaften geschlossen – aus aller Welt – und konnte viele tolle Ausflüge unternehmen.

Mathea-in-SydneyVon Zeitzonen bis Transportwegen: Arbeitsalltag in Sydney

Wie sah dein typischer Arbeitstag aus? Welche Aufgaben hast du übernommen und was konntest du dabei lernen? Gab es Unterschiede zur Arbeit in Deutschland, die dir besonders aufgefallen sind?

Mein Arbeitsalltag war sehr abwechslungsreich und spannend. Ich durfte bei verschiedenen Abteilungen über die Schulter schauen, mitarbeiten und gleichzeitig viel Neues lernen – sowohl fachlich als auch im Umgang mit einem internationalen Team. Ich habe viel über internationale Transporte gelernt, vor allem über Abläufe, die man in Deutschland so gar nicht sieht. Außerdem habe ich gemerkt, wie wichtig Kommunikation über verschiedene Zeitzonen hinweg ist.

Die Arbeit erfolgte in kleineren Teams, jeder packt überall mit an. So lernt man schneller und übernimmt früher Verantwortung. Außerdem merkt man schnell: Hierarchien sind flach, die Kommunikation offen und unkompliziert. Man fühlt sich sofort als Teil des Teams, arbeitet lockerer und traut sich schneller, Fragen zu stellen oder eigene Ideen einzubringen.

 

Was bleibt? Erfahrungen fürs Leben – beruflich und persönlich

Was hat dich während des Praktikums am meisten überrascht? Was nimmst du persönlich und beruflich aus dieser Zeit mit?

Am meisten überrascht hat mich, wie schnell ich mich in einer völlig neuen Umgebung zurechtgefunden habe. Das Praktikum hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen – sowohl beruflich als auch persönlich. Ich bin total dankbar, dass ich diese Chance hatte. Sydney war für mich ein richtiges Abenteuer – ich habe nicht nur fachlich viel gelernt, sondern auch über mich selbst. Ich nehme viele neue Eindrücke, mehr Selbstvertrauen und tolle Erinnerungen mit nach Hause.

Ich kann ein Auslandspraktikum wirklich jedem empfehlen – es erweitert den Horizont, stärkt die Eigenständigkeit und schenkt Erfahrungen, die man sein Leben lang nicht vergisst. 🌏