Spedition international erleben – Praktikum in Barcelona
Acht Wochen Barcelona – das klingt nach Sonne, Strand und Tapas. Für unseren ZUFALLer Jan, Auszubildender zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung im dritten Lehrjahr in Haiger, war es aber vor allem eines: eine intensive, spannende und lehrreiche Zeit im Rahmen eines Auslandspraktikums.
Im Interview erzählt er uns, wie sich das Arbeiten in Spanien anfühlt, was ihn überrascht hat – und warum er jedem ein Praktikum im Ausland empfehlen würde. Vamos!
Wie bist du zur Ausbildung gekommen – und wie kam es zum Praktikum in Spanien?
Ich habe mich für die Ausbildung zum Speditionskaufmann entschieden, weil ich Logistik unglaublich spannend finde. Es fasziniert mich, wie Waren durch verschiedene Transportmittel weltweit bewegt werden können – selbst wenn es auf den ersten Blick unmöglich erscheint.
Von der Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu machen, habe ich in der Berufsschule in Dillenburg erfahren. Dort gibt es das Erasmus+ Programm und eine Partnerschule in Barcelona, die private Berufsschule fedaEDU. Unsere Lehrerin hat uns davon erzählt, und das Programm klang direkt überzeugend. Also habe ich mich beworben – mit ihrer Unterstützung. Das hat scheinbar überzeugt und nach einem kurzen Bewerbungsgespräch mit der Spedition in Spanien musste ich mich nur noch um die Unterkunft kümmern.
Wie war dein erster Arbeitstag – und was waren deine Aufgaben?
Ich war in der Exportabteilung für den Straßenverkehr eingesetzt. Mein erster Tag war voller neuer Eindrücke: Ich habe das Büro und die Lagerhalle kennengelernt, einen Blick auf die Luft- und Straßenfrachtbereiche geworfen und sogar den Hafen von Barcelona besucht – dort liegt nämlich das Büro der Firma.
Meine Hauptaufgabe war die Unterstützung im Export-Service. Ich habe Tickets bearbeitet (bspw. Nachfassen und Nachliefern von fehlenden Dokumenten), Sendungen verfolgt, Ware in der Halle gesucht und mich – soweit es sprachlich möglich war – um Kundenanfragen gekümmert.
Die Berufsschule in Barcelona arbeitet mit Blockunterricht. Als ich dort war, begann gerade der praktische Teil, daher war ich ausschließlich im Betrieb eingesetzt.
Was unterscheidet das Arbeitsleben in Spanien von dem in Deutschland?
Erstmal habe ich beruflich gelernt, dass es egal ist, wo man auf der Welt arbeitet: Wenn es um Spedition geht, läuft die Arbeit überall ähnlich. Aber es gibt doch ein paar Unterschiede.
In Spanien wird viel mehr per E-Mail kommuniziert, Telefonate mit Kunden sind seltener. Das heißt aber nicht, dass es im Büro still ist, im Gegenteil: Die spanischen Büros sind lebhafter, es wird viel gelacht und geplaudert.
Die Atmosphäre ist insgesamt entspannter – nicht nur im Büro, sondern auch auf den Straßen. Menschen sitzen in Cafés, Parks, verbringen Zeit miteinander. Das Leben wirkt gelassener.
Der Arbeitstag beginnt später und geht dafür länger: 9 bis 18 Uhr ist hier eine ganz normale Arbeitszeit. Es gibt keine klassische Kaffeepause wie bei uns, aber eine Frühstückspause gegen 11 Uhr. Da kommen viele Kolleg:innen zusammen und tauschen sich über Alltagsthemen aus.
Wie war das Leben vor Ort?
Ich habe in Sant Martí gewohnt, einem Stadtteil nordöstlich vom Zentrum. Mein Tag begann gegen 6:30 Uhr und spätestens um 7:45 Uhr war ich unterwegs – mit U-Bahn oder Bus zur Arbeit.
Nach Feierabend bin ich oft in die Stadt gegangen oder habe Zeit mit Kolleg:innen verbracht. Barcelona ist unglaublich vielfältig – jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter. In manchen Gegenden leben viele Lateinamerikaner:innen, dort gibt es dann auch Restaurants und Supermärkte aus Argentinien oder Venezuela.
Was mich besonders beeindruckt hat: die vielen Fußballplätze. Egal wie alt jemand war – Fußball wurde überall gespielt. Man merkt, wie wichtig der Sport hier für die Menschen ist.
Was war deine größte Herausforderung – und was dein Highlight?
Die Sprachbarriere war definitiv eine Herausforderung. Ich verstehe Spanisch gut, weil meine Mutter aus Venezuela kommt. Aber selbst sprechen konnte ich bisher nur wenig. Das hat sich durch das Praktikum deutlich verbessert – ich konnte viel üben und neue Wörter lernen.
Schwieriger war das Katalanische, das in Barcelona ebenfalls eine wichtige Sprache ist. Es unterscheidet sich stark vom Spanischen – das war nicht immer leicht zu verstehen. Aber mit Englisch kam man im Alltag und im Betrieb gut zurecht.
Mein Highlight war ganz klar der Sonnenaufgang am Strand. Zu sehen, wie die Sonne langsam über dem Meer aufgeht – das war einfach magisch.
Fazit – würdest du es wieder machen?
Unbedingt! Diese Erfahrung war für mich sowohl fachlich als auch persönlich eine echte Bereicherung. Besonders beeindruckt hat mich die entspannte und gelassene Art der Menschen – sie hat mir geholfen, mich in den Alltag einzufinden und mich schnell wohlzufühlen.
Die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Ländern hat mir gezeigt, wie vielfältig Persönlichkeiten sein können – und wie wertvoll es ist, sich auf unterschiedliche Perspektiven einzulassen.
Man wächst daran, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden – und merkt, wie viel man sich zutrauen kann, wenn man einfach loslegt. Das kann ich jedem ans Herz legen!
Internationale Erfahrungen wie diese zeigen, wie vielfältig Logistik ist – und wie wichtig es ist, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Was Jan erlebt hat, ist kein Einzelfall. Bei ZUFALL fördern wir nicht nur fachliche Entwicklung, sondern auch persönliche Entfaltung – mit echten Einblicken, internationalen Perspektiven und der Freiheit, über den Tellerrand hinauszuschauen.
Danke, Jan, dass du uns mitgenommen hast auf deine Reise!
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