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Informationen zum Brexit

Das Vereinigte Königreich hat am 31. Dezember 2020 final die Europäische Union (EU) verlassen.  Damit ist Großbritannien auch kein Mitglied des EU-Binnenmarktes und der europäischen Zollunion mehr. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Handel zwischen EU-Staaten und dem Vereinigten Königreich

Während die künftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich noch endgültig verhandelt werden, steht der britische Handel vor großen Herausforderungen. Doch auf nicht abzusehende Zeit gilt: Der Handelt zwischen der EU und Großbritannien unterliegt den allgemeinen zollrechtlichen Bestimmungen der Welthandelsorganisation (WTO), die auch für andere Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union gelten.

Das kurz vor Jahresende 2020 abgeschlossene Handels- und Kooperationsabkommen der Europäischen Union mit dem Vereinigten Königreich (Großbritannien und Nordirland) (Trade and Cooperation Agreement, TCA) ermöglicht die zollfreie Einfuhr von Waren unter präferenziellen Ursprungs- und Verfahrensregeln.
Weitere Informationen dazu finden Sie auf https://wup.zoll.de/ unter dem Suchbegriff GB.

Auch wenn sich die aktuelle Handelssituation mit dem Vereinigten Königreich als Herausforderung herausstellt, so hat sich die ZUFALL logistics group auf die Situation nach der EU-Mitgliedschaft Großbritanniens langfristig vorbereitet. Allen Vorkehrungen zum Trotz, sind viele aktuelle Prozesse jedoch Prozesse des Lernens. Dabei hilft der enge Austausch von ZUFALL mit seinen britischen Kunden und Partnern.

Mit den Erfahrungen des Zoll Service der ZUFALL logistics group werden auch zukünftig schnell und zuverlässig Exporte und Importe nach Großbritannien möglich sein. Bereits seit 2002 setzen unsere fachkundigen Mitarbeiter dafür ATLAS AES ein und erledigen für Sie die Erstellung von Ausfuhrbegleitdokumenten (ABD) oder die Einfuhrverzollung.

Wichtig zu beachten:
Für Nordirland wurde eine Sondervereinbarung mit der EU getroffen, die das Land aus dem Brexit-Deal außenvorlässt. Warenbewegungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Nordirland gelten als Warenverkehr innerhalb der EU, für die keine Einfuhr- oder Ausfuhrzollförmlichkeiten zu erfüllen sind. ZUFALL fährt Nordirland im Direktverkehr an, daher sind keine Zollpapiere notwendig. Bei anderen Speditionen, die Großbritannien als Transitland nutzt, kann dies anders sein.

Aktuelle Informationen zum Brexit erhalten Sie unter www.zoll.de, www.bmwi.de und ec.europa.eu sowie unter folgendem Link: „Die Grenze zur Europäischen Union - Import und Export von Waren“.


Vorbereitende Maßnahmen für Kunden und Partner


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ARE YOU READY FOR BREXIT?

Der Warenverkehr mit dem Vereinigten Königreich gestaltet sich nach dem Brexit wie mit anderen Drittstaaten. Der Unterschied in der Verzollung zu anderen Ländern, besteht hinsichtlich Großbritanniens im sogenannten Pre-Lodgement. Dieses Verfahren stellt eine Vorverzollung dar. Das bedeutet, dass vor der Ankunft der Ladung, die Ware beim Zoll in GB angemeldet werden muss.
Damit müssen das Zollrecht der EU, sowie die nationalen und europäischen Kontrollvorschriften für die Ausfuhr und Einfuhr beachtet werden. Hinzu kommen entsprechende Zollanmeldungen und ggfs. Ausfuhr-/Einfuhrgenehmigungen welche erstellt und beantragt werden müssen. Darüber hinaus können Zölle anfallen.


Abstimmungen mit Käufer bzw. Lieferanten – ausgehend vom Verkäufer

  • Ist mein Lieferant/Empfänger vorbereitet?
  • Wer übernimmt die Verzollung?
  • Liegen die notwendigen Autorisierungen vor?
  • Welche Incoterms sind vereinbart?
  • Sind die notwendigen Dokumente und Daten vorhanden?
  • Welche Zusatzkosten fallen an (z. B. Zölle, Administration...)?
  • Alle Verfahren verursachen Kosten, die nach Absprache von Ihnen oder Ihrem Kunden/Lieferanten zu zahlen sind. Die Verrechnung steuern Sie mit den Incoterms bzw. Frankaturen. Bitte informieren Sie sich frühzeitig über die Rechte und Pflichten, die daraus entstehen.

Eine Nachträgliche Verzollung („delayed declaration“) ist bis zum 30.06.2021 in einigen Partner-Netzwerken möglich. Für individuelle Informationen kontaktieren Sie bitte unseren Kundenservice, oder Ihren persönlichen Ansprechpartner.

Informationen


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Abwicklung Ausfuhr | EU - UK

Was ist wichtig für die Abwicklung?

Eine vorrausschauende Abwicklung und Avisierung ist notwendig. Zudem ist von Laderaummangel auszugehen und damit verbundenen erhöhten Raten, welche wir dann entsprechend im Tagesgeschäft vereinbaren müssen.

Ausfuhr EU – UK

Die ZUFALL logistics group benötigt daher vorab alle relevanten Sendungsdokumente! (z. B. Handelsrechnung, ABD (Ausfuhr-Begleit-Dokument) unabhängig vom Warenwert, ggfs. Genehmigungen ...). Damit melden wir die Sendung vorab in UK an.

Wichtig: Sobald uns das „OK“ aus UK vorliegt, können wir Ihre Sendung verladen.

Bei Fragen kontaktieren Sie hierzu gerne unsere Experten aus dem Zoll Service.

 

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Abwicklung Einfuhr | UK - EU

ZUFALL logistics group übernimmt den Transport:

  • Senden Sie uns bereits vor der Abfahrt aus Großbritannien alle relevanten Sendungsdokumente
  • Sofern wir auch die Import-Verzollung in Deutschland für Sie übernehmen, benötigen wir die Zollvollmacht von Ihnen (EORI-Nr., Zolltarifnummern etc.)

Ein anderes Unternehmen transportiert Ihre Ware?

  • Klären Sie vorab, wer die Einfuhrverzollung und Einfuhrabgaben übernimmt!
  • Der Zoll Service der ZUFALL logistics group kann deutschlandweit Einfuhrverzollungen mit ATLAS durchführen!
  • Senden Sie unserem Zoll Service bereits nach Abfahrt UK alle relevanten Sendungsdokumente. Wir benötigen die Zollvollmacht von Ihnen (EORI-Nr., Zolltarifnummern etc.)

Achtung: Da die ZUFALL logistics group in diesen Fällen kein Zugriff auf die Ware hat, muss vorher geklärt werden, wer die Zahlung der Einfuhrabgaben übernimmt! Stand-/Wartezeiten können entstehen.

Bei Fragen kontaktieren Sie hierzu gerne unsere Experten aus dem Zoll Service.

 

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Beantragen Sie Ihre
EORI-Nummer
 

Eine EORI-Nummer (EORI = Economic Operators Registration and Identification) wird Importeuren und Exporteuren von den nationalen Zollbehörden zugewiesen. Diese ID-Nummer wird für die Zollbearbeitung benötigt. Sie können eine EORI beim deutschen Zoll beantragen.

Jetzt beantragen


5

 
Prüfen Sie die in den Kauf- und Verkaufsverträgen vereinbarten Frankaturen.

In der Regel decken Ihre Offerten mit der ZUFALL logistics group nicht alle notwendigen Lieferbedingungen ab.
Für genauere Informationen zum Thema Lieferbedingungen wenden Sie sich bitte an unseren Zoll Service.


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Klassifizieren Sie Ihre Produkte mit HS-Codes
 

Der Zoll verwendet eine Zolltarifnummer / einen europäischen HS (= Harmonisiertes Code System), um Produkte zu klassifizieren. Dieser Code ist bei der Zollanmeldung Ihrer Produkte notwendig. Für genaue Informationen zu Zolltarifnummern klicken Sie auf den Button "Informationen".

Informationen


Auswirkungen

 
VERZÖGERUNGEN

17.000 Lkw passieren täglich die Grenze zwischen Calais und Dover. Mit dem Wegfall des freien Warenverkehrs dürfen deutsche Logistikunternehmen ihre Güter nicht mehr einfach ins Vereinigte Königreich liefern – und umgekehrt ebenso wenig. Zölle und Kontrollen führen derzeit zu Verzögerungen und langen Abfertigungszeiten. Eine Normalisierung der Abfertigungszeiten ist bis dato nicht in Sicht. Nutzen Sie als Alternative für eilige Sendungen bitte unsere Luftfracht Services. Unsere Luftfrachtexperten beraten Sie gerne.

 
ZOLLABFERTIGUNG

Der Warenverkehr mit dem Vereinigten Königreich gestaltet sich nach dem Brexit wie mit anderen Drittstaaten. Entsprechend müssen Zollanmeldungen erstellt und ggfs. Ausfuhr-/Einfuhrgenehmigungen beantragt werden. Darüber hinaus können Zölle anfallen. Eine vorrausschauende Abwicklung und Avisierung sind notwendig. Unser Zoll Service benötigt daher vorab alle relevanten Sendungsdokumente (z. B. Handelsrechnung, ABD ab 1,00 EUR Warenwert, Genehmigungen...) per E-Mail oder Fax.

Kontaktieren Sie hierzu gerne unsere Experten aus dem Zoll Service.

 

 
PALETTEN NACH ISPM15

Der Internationale Standard für Phytosanitäre Maßnahmen 15 (ISPM15) schreibt chemische oder mit Hitze behandelte Paletten für Nahrungsmittel und Agrarprodukte vor. In der EU gilt eine Ausnahme. Da in GB derzeit rund zwei Drittel aller Paletten diesen Standard nicht erfüllen, dürfen diese nicht mehr verwendet werden. Vom Palettenengpass sind in der Folge alle Wirtschaftsbeteiligte betroffen.