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Luftfracht

Up in the air

28.06.2018

ZUFALL ist seit 50 Jahren im Luftfrachtgeschäft tätig. Vor drei Jahren hat der Logistikdienstleister die Steuerung seiner Luftfrachtabteilungen in einem Geschäftsbereich zentralisiert. Diesen verantwortet Mechthild Brandner seither. Die Luftfrachtexpertin geht nun nach über 30 Jahren bei ZUFALL in den Ruhestand und übergibt den Staffelstab an Georg Staßen.

Im Interview sprechen beide mit Christoph Göbel, Niederlassungsleiter ZUFALL Fulda und Director Air- & Ocean-Freight, über die Zukunft der Luftfracht bei dem Logistiker.

Frau Brandner, was war das Aufregendste, das Sie mit ZUFALL in die Luft gebracht haben?
Das waren 1988 die deutschen Viererbobs zu den Olympischen Spielen im kanadischen Calgary. Die Sportler waren noch im Trainingslager in Berchtesgaden. Die Rennschlitten mussten dann „just in time“ in den Flieger nach Kanada.


Wie hat sich die Luftfracht bei ZUFALL über die Jahre entwickelt?
Göbel: Luftfracht war in den letzten Jahren schon eine stabile Größe in unseren Niederlassungen Göttingen und Fulda. Wir wollen sie perspektivisch zu einer weiteren starken Säule der gesamten Unternehmensgruppe machen, gleichberechtigt neben NSE, Seefracht, Kontraktlogistik und den Landverkehren.

Staßen: ZUFALL steht auf einer sehr gesunden Basis. Die bereits gut funktionierenden Luftfrachtorganisationen in Fulda und Göttingen dienen als Vorlage für die Entwicklung in Nohra und Haiger. Mit Hilfe bereits bestehender Partnerschaften und neuer Allianzen steigern wir das Sendungsaufkommen in der Luftfracht.

Von wie vielen Sendungen sprechen wir?
Brandner: Wir haben das Aufkommen in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gesteigert – von 300 Sendungen in der Unternehmensgruppe bis zu aktuell 1.500 Sendungen pro Monat.

Göbel: Das Bauen auf Partnerschaften ist Teil unserer mittelständisch geprägten Philosophie. Wir sind kein Integrator, der verschiedene Stufen der Wertschöpfungskette in einem Unternehmen vereint und an allen Standorten der Welt Dependancen hat. Durch unser flexibles Partnernetzwerkkönnen wir schnell Standorte weltweit nutzen. Dabei achten wir streng darauf, dass unsere Partner unseren Qualitätsanforderungen entsprechen. Bei negativer Entwicklung nutzen wir aktiv die Möglichkeiten, zu wechseln.

Warum wurde für die Luftfracht ein zentraler Geschäftsbereich etabliert?
Brandner: Der Geschäftsbereichsleiter betrachtet das Produkt Luftfracht für die ganze Unternehmensgruppe aus einer höheren Flughöhe. Er schaut, wie die Häuser gemeinsame Synergien nutzen können – im Einkauf, bei Ausschreibungen oder dem Erspüren von Trends.

Staßen: Nicht nur das. Ich verstehe mich auch als Gesprächspartner für die Luftfrachtspezialisten vor Ort, etwa wenn es darum geht, spezielle Lösungen für eine besondere Fragestellung zu entwickeln. Für die gesamte Gruppe koordinieren wir dann die ganzheitliche Herangehensweise, erdenken unter meiner Leitung
ein gemeinsames Produkt.

Göbel: So bringen wir unsere Standorte voran. Herr Staßen war vor kurzem in Hamburg. Dort gibt es schon Erfahrungen mit Luftfracht. Warum sollen wir da nicht aufsetzen und das Produkt so weiterentwickeln, wie wir es an anderen Standorten schon machen? Das gebündelte Know-how dafür stellen wir an einer zentralen Stelle zur Verfügung. Die Bündelung der Mengen verschafft auch Vorteile in der Produktentwicklung – zum Beispiel eigene Consol-Verladungen mit Ratenvorteilen für unsere Kunden.


Welche Luftfrachtprodukte brauchen die ZUFALL-Kunden?
Staßen:
In der Luftfracht sind die Laufzeiten ganz entscheidend. Je schneller eine Ware unterwegs ist, umso teurer wird es. Der Kunde weiß, welche Laufzeit seine Güter vertragen. Unsere Dienstleistungen definieren sich also über den Faktor Zeit. Zudem können wir unsere Angebote auf bestimmte Warengruppen zuschneiden, ob Textilien, Autoersatzteile oder Frischwaren. Es kommt darauf an, dass wir immer das Passende für unsere Kunden finden.

Göbel: Unsere langfristigen Kundenbeziehungen basieren auf Vertrauen. Weil wir einhalten, was wir versprechen, oder sogar die Kundenerwartung übertreffen, honorieren das unsere Kunden mit Treue.

Die Chemie mit dem Kunden muss also stimmen?
Brandner: Genau. Ein Kunde, der Luftfracht nutzt, muss seine Waren auf eine weite Reise schicken und hat es eilig. Viel Spielraum für logistische Ausweichlösungen bleibt da nicht. Vertrauen in ZUFALL heißt also: Der Kunde weiß, dass wir alles Mögliche tun, um für ihn Raum im Flieger zu organisieren. Wenn am 23. Dezember das Handy klingelt und wir es schaffen, seine Wünsche noch vor Weihnachten umzusetzen, stärkt das natürlich die Kundenbindung.

Staßen: Vor allem, wenn es eng wird, zählt das Vertrauen in den Handschlag noch. Wir sprechen von wertvoller Fracht und hohen Summen. Da muss man auf den Punkt leisten, was man verspricht, auch wenn man selbst nur einer von vielen wichtigen Handelnden der Luftfrachtkette ist. Am Ende des Tages wollen wir unserem Kunden die planmäßige Zustellung seiner Ware verkünden. 

Was sind die Aufgaben, die auf ZUFALL in der Luftfracht warten?
Göbel: Eine wesentliche Aufgabe liegt darin, eigene, laufzeitdefinierte Produkte für unterschiedliche Kundenanforderungen zu entwickeln. Unsere Kunden bekommen bei ZUFALL alle logistischen Produkte über alle Verkehrsträger hinweg aus einer Hand. Die Zusammenarbeit und der regelmäßige Informationsaustausch
innerhalb des Unternehmens bilden die Basis für die weitere Entwicklung der Luft- und Seefracht.

 

Georg Staßen, Zentralbereichsleiter Luftfracht, erklärt im Videointerview, was den Geschäftsbereich für ihnso reizvoll macht: www.zufall.de/informieren/videos/video-detail/news/up-in-the-air/