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Luftfracht/ Seefracht/ Zoll Service

Neue Horizonte im Fokus

05.01.2015

Sie sind gefragt in aller Welt: deutsche Autos, Maschinen, Chemieprodukte und Ersatzteile. Die heimische Wirtschaft brummt und Produkte „made in Germany“ sind heiß begehrt. Mit einem Exportvolumen von 1.452 Milliarden Dollar rangiert Deutschland im globalen Ranking hinter China und den USA auf Platz drei. Hinzu kommen Importe im Umfang von 1.167 Milliarden Dollar. Diese beeindruckenden Zahlen sind auch deshalb möglich, weil die Bundesrepublik eine zentrale Stellung bei der effizienten Steuerung globaler Warenströme einnimmt. Die Logistik ist hierzulande die drittgrößte Branche – und somit ein wichtiger Taktgeber für Handel und Industrie. Mittendrin: die ZUFALL logistics group. Jährlich bewegt sie rund 410.000 Sendungen – auf dem Landweg, über die Weltmeere und durch luftige Höhen. Und weil die Kunden zunehmend globaler agieren, hat das Unternehmen seinen Geschäftsbereich Luft- und Seefracht inklusive der angeschlossenen Zoll Dienstleistungen neu strukturiert. Das Ziel: Wachstum im Dienste der Kunden.

Für Nikolas Dombrowski liegt der Vorteil auf der Hand: „Als integrierter Logistikdienstleister können wir unsere Kunden sehr kompetent entlang der kompletten Lieferkette begleiten.“ Der 53-Jährige leitet seit Oktober 2014 den Geschäftsbereich Luft- und Seefracht bei der ZUFALL logistics group. Sein Auftrag: Wachstum organisieren. Sein Credo: Möglichst viel selber machen. Damit meint der in Norddeutschland aufgewachsene Fachmann natürlich nicht sich selbst, sondern die ZUFALL logistics group mit ihren rund 45 Experten aus den Bereichen Luft- und Seefracht sowie Zoll Service. „Für uns ist es wichtig, die Projekte für unsere Kunden zu planen und zu überwachen. Nur so können wir die bestmögliche Lösung finden“, sagt Nikolas Dombrowski. Dafür hat er auch gleich ein Beispiel parat: „Stellen Sie sich vor, ein Kunde will über uns einen Container mit Aktionsware aus Shanghai importieren. Dieser Auftrag endet nicht, wenn der Container im Hamburger Seehafen einläuft. Vielmehr wird dieser dann von uns auf dem Landweg zu einer unserer Niederlassungen gebracht, ausgepackt und der Inhalt kontrolliert. Anschließend konfektionieren wir die Ware in Displays und organisieren über unser nationales Stückgutnetzwerk System Alliance die Distribution an 200 Handelsfilialen. Und begleitend stellen wir noch die erforderlichen Dokumente aus, erledigen die Zoll-Formalitäten und organisieren das Retouren-Management.“ Das klingt komplex. Und ist es auch.

Damit derart anspruchsvolle Transportaufträge sicher und zuverlässig abgewickelt werden können, müssen Prozesse und Strukturen harmonieren. Genau hier sieht ZUFALL-Geschäftsführer Michael Tillner die wesentlichen Vorteile der neu geschaffenen Organisationsstrukturen: „Wir haben erstmals einen Geschäftsbereich unter einer zentralen Leitung zusammengefasst. Davon versprechen wir uns mehr Schlagkraft am Markt und eine engere Verzahnung unserer internen Ressourcen.“ Mit Ressourcen ist vor allem das vielfältige Wissen gemeint, dass sich bei ZUFALL in den letzten Jahrzehnten angesammelt hat. „Derzeit schaffen wir eine Plattform, auf der wir unsere Kenntnisse und Erfahrungen allen Kollegen noch besser zugänglich machen. Der eine Kollege kennt einen zuverlässigen Agenten in Boston, der andere weiß, wo in Sao Paulo kurzfristig Container zur Verfügung stehen und der nächste hat Kontakt zu einem Verpacker im neuseeländischen Auckland.“

Direkter Draht zu internationalen Partnern

Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Neuausrichtung des Geschäftsbereiches Luft- und Seefracht ist die globale Vernetzung mit Airlines, Reedereien, Agenten und Spezialdienstleistern. In den letzten Jahrzehnten hat die ZUFALL logistics group Kontakte zu vielen internationalen Partnern aufgebaut und gepflegt. Dieses globale Netzwerk soll deutlich erweitert und noch mehr langfristige Geschäftsbeziehungen zu Agenten aufgebaut werden. „Für ZUFALL ist es entscheidend, mehr Eigenständigkeit und mehr Handlungsspielraum zu erhalten. Wir brauchen einen direkten Draht zu unseren internationalen Partnern“, erklärt Michael Tillner und ergänzt: „Die Entscheidung, unsere Wachstumspläne ohne die Unterstützung unseres langjährigen Partners NAVIS zu verfolgen, ist uns nicht leicht gefallen.“

Produktionstiefe konsequent erhöht

Für die erfolgreiche Realisierung dieser Pläne hat Geschäftsbereichsleiter Nikolas Dombrowski seit dem Herbst viele Gespräche geführt und die internen Fachleute an den ZUFALL Standorten näher kennengelernt. Das vielfältige Wissen hat ihn ebenso beeindruckt wie die individuelle und flexible Lösungskompetenz, mit der die ZUFALL Spezialisten auf Kundenwünsche eingehen. „Unsere große Stärke ist, dass wir weltweite Transporte mit vor- und nachgelagerten Logistik Dienstleistungen kombinieren können. Wir haben in den letzten Jahren unsere Produktionstiefe konsequent erhöht und den Bereich Kontraktlogistik ausgebaut. Dieser ganzheitliche Ansatz ist aus meiner Sicht ein echter Wettbewerbsvorteil.“

Damit diese Herangehensweise in der Praxis funktioniert, ist es wichtig, die Kundenbedürfnisse genau zu kennen: „Unsere Fachverkäufer sind absolute Experten. Sie stellen gezielte Fragen und wissen aufgrund ihrer Erfahrung schnell, welche Leistungen gebraucht werden, um die Kundenanforderungen zu erfüllen“, erklärt Nikolas Dombrowski. Beispielsweise sei es nicht immer notwendig, den schnellsten – und damit teuersten – Weg für eine Sendung zu wählen. „Wenn ich weiß, dass ich spätestens im November Feuerwerkskörper in meinem Sortiment brauche, kann ich diese frühzeitig beschaffen und damit meine Importkosten verringern“, weiß der Geschäftsbereichsleiter. „Und wenn es schnell gehen muss, weil ein Ersatzteil für eine Turbine dringend in Buenos Aires erwartet wird, ist eine Express Luftfrachtsendung die richtige Investition.“

Ob Import oder Export: Nur wer die spezifischen Anforderungen einer Sendung kennt, kann die Lieferkette exakt planen und die Kosten optimieren – und sich als integrierter Logistikdienstleister profilieren, der regionale Kompetenz mit weltweiten Netzwerken verbindet.

Nikolas Dombrowski im Video-Interview

Hier können Sie die KfW-Studie „Internationalisierung im deutschen Mittelstand“ herunterladen. Ihre Ansprechpartner für Seefracht, Luftfracht und Zoll Service finden Sie hier.