Kundenportal myZUFALL

zurück

Jahrespressegespräch 2016

Leinen los am Standort Hamburg

03.05.2016

Der konsolidierte Umsatz der ZUFALL logistics group ist erneut gestiegen – und zwar auf 286,2 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015. Das entspricht einem Zuwachs von 3,7 Prozent gegenüber 2014 (276 Millionen Euro). Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der beförderten Sendungen um 8,5 Prozent von 4,3 Millionen auf 4,6 Millionen gewachsen. Somit wurden im Geschäftsjahr 2015 an allen neun Standorten des Familienunternehmens insgesamt 361.200 Sendungen mehr befördert.

Göttingen, 27. April 2016 - Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete erneut das Geschäft mit Sendungen, die in der Nacht zugestellt werden: Der Umsatz, der über die mittelständische Kooperation Night Star Express (NSE) erlöst wurde, stieg um 24,8 Prozent von 24,8 Millionen Euro (2014) auf 30,9 Millionen Euro im Jahr 2015. Und auch in der Kontraktlogistik hat die ZUFALL logistics group weiteres Wachstum zu vermelden: In diesem strategisch bedeutsamen Geschäftsfeld erwirtschafte das Unternehmen einen Umsatz von 44,9 Millionen Euro im Jahr 2015. Das entspricht einem Plus von 9,4 Prozent gegenüber 41,1 Millionen Euro, die 2014 erzielt wurden.

Der Umsatz bei den Landverkehren Deutschland wuchs um 4,6 Prozent auf 110,2 Millionen Euro (2014: 105,3 Millionen Euro), die Umsatzerlöse bei den Landverkehren Europa legten im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent auf 73 Millionen Euro zu (2014: 68,8 Millionen Euro).
Ein deutliches Minus verbuchte hingegen der Bereich Luft- und Seefracht (Interkontinental). Der Umsatz verminderte sich hier um 43,8 Prozent von 22,9 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 12,9 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Bei der Zahl der Beschäftigten legte die ZUFALL logistics group erneut deutlich zu. Zum Stichtag 31.12.2015 arbeiteten 1.955 Frauen und Männer bei dem in Göttingen beheimateten Familienunternehmen. Das entspricht einer Zunahme von 89 Beschäftigten (plus 4,8 Prozent). Mit 159 Auszubildenden (2014: 138) liegt die Ausbildungsquote bezogen auf Vollzeitstellen bei etwa zehn Prozent.
„Insgesamt sind wir sehr zufrieden, weil wir insbesondere in den strategisch bedeutsamen Geschäftsfeldern zulegen konnten“, freut sich der geschäftsführende Gesellschafter Peter Müller-Kronberg über das gute Ergebnis für 2015.

Seefracht weiter stark im Fokus
Bei der Seefracht hat das Familienunternehmen die gesteckten Ziele noch nicht erreicht. „Wir sind hier nicht so vorangekommen, wie wir uns das vorgestellt haben“, erklärt Peter Müller-Kronberg. Ein wichtiger Meilenstein in der weiteren Entwicklung ist die Übernahme der Unternehmen Team Trans Hamburg GmbH (TTH) und Team Trans Logistik GmbH (TTL), die rückwirkend zum 01.01.2016 erfolgt ist. Damit ist das Göttinger Familienunternehmen nun mit einem eigenen Standort im Hamburger Hafen präsent. Die ehemaligen Eigentümer Birgit und Detlef Voelz führen weiterhin die Geschäfte. Auch der Miteigentümer und Sales-Manager Bert Brinckmann bleibt als Gesellschafter an Bord und verantwortet wie bisher den Vertrieb des jüngsten Mitgliedes der ZUFALL logistics group. Beide Unternehmen erwirtschafteten zusammen einen Umsatz von 13,5 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015. TTH beschäftigt aktuell 21 Mitarbeiter, die sich um die Abwicklung von Im- und Exporten kümmern. Bei TTL planen und steuern zehn Mitarbeiter die logistischen Prozesse und Kontraktlogistik-Dienstleistungen.

„Diese Akquisition ist ein unschätzbarer Vorteil für unsere Kunden“, ist der verantwortliche ZUFALL-Geschäftsführer Michael Tillner überzeugt. Denn: „Mit einem weltweit verzweigtem Netzwerk von Partnern auf allen Kontinenten, langjährigen persönlichen Kontakten zu Reedereien sowie einem eigenen Umschlaglager im Hamburger Hafen hat ZUFALL nun direkten Zugriff auf alle Arbeitsschritte rund um die Verschiffung und Verzollung von Waren und Gütern. Außerdem stehen unseren Kunden eigene Seefracht-Sammelcontainer zur Verfügung.“

Um die Entwicklung des Geschäftsbereichs Seefracht nachhaltig voranzutreiben, hat die Geschäftsführung auch organisatorische Änderungen vorgenommen: So wurde der Bereich Luftfracht separiert und unter die Führung von Mechthild Brandner gestellt, die seit 31 Jahren im Unternehmen tätig ist. Der eigenständige Bereich Seefracht wird seit Anfang Februar 2016 von Sven Kollbaum verantwortet. Michael Tillner: „Dem aktuellen und bevorstehenden Entwicklungsprozess geben wir Zeit. Denn wir wollen als Team gemeinsam starten und gemeinsam ankommen.“

Prozesse neu definiert
Damit alle speditionellen Prozesse künftig noch flexibler, schneller und reibungsloser gestaltetet werden können, hat die ZUFALL logistics group zum 1. April 2016 mit der Einführung einer neuen Speditions-Software begonnen. Von der neuen Lösung des Herstellers Anaxco sollen vor allem die Kunden profitieren: Deren Anbindung an das Transport-Management-System wird einfacher und sicherer, relevante Informationen fließen schneller. Außerdem soll die Nutzung von Apps die Zusammenarbeit erleichtern und bequemer machen. „Wir möchten unsere Kunden auch digital mit Leistung verwöhnen“, beschreibt Michael Tillner die Intention und ergänzt: „Es ist das größte und strategisch wichtigste IT-Projekt in der Firmengeschichte. Deshalb gehen wir bei der Umsetzung entschlossen und diszipliniert vor. Die komplette Umstellung wird Ende 2019 abgeschlossen sein. Bis dahin unternehmen wir viele kleine Schritte in Richtung Integration.“ Für das gesamte Projekt von der Aufnahme aller Ist-Prozesse, der Modellierung von Soll-Prozessen bis zur Anpassung und schrittweisen Einführung der Software hat die ZUFALL logistics group Investitionen in Höhe von 2 Millionen Euro eingeplant.

Kontraktlogistik wird komplexer
Im Geschäftsbereich Kontraktlogistik setzt die ZUFALL logistics group das kontinuierliche Wachstum fort. So sind die entsprechenden Flächen auf über 330.000 Quadratmeter angewachsen. „Im vergangenen Jahr haben wir vor allem unser Bestandsgeschäft weiter entwickelt und stabilisiert“, erläutert ZUFALL-Geschäftsführer Jürgen Wolpert. Doch auch neue Kunden vertrauen auf die Beratungs- und Lösungskompetenz von ZUFALL. „Für unseren Kunden GDV DL, ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, kommissionieren, konfektionieren, testen und lagern wir beispielsweise sogenannte Unfallmeldestecker. Diese bereiten wir dann unter dem Label der teilnehmenden Versicherungen für den bundesweiten Versand via Paketdienst vor. Da es sich bei den kleinen Geräten, die zur Nachrüstung älterer Fahrzeuge vorgesehen sind, um wahre Lebensretter handelt, führen wir stichprobenartig äußerst akribische Tests durch“, sagt Jürgen Wolpert.

Zur Unternehmensstrategie gehört auch der Aufbau neuer Standorte. So wurde Mitte April eine 6.000 Quadratmeter große Anlage im unterfränkischen Oberthulba bei Bad Kissingen in Betrieb genommen, die von der ZUFALL-Niederlassung in Fulda gesteuert wird. „Von dort aus wollen wir Unternehmen aus der Region mit unserer kompletten logistischen Leistungspalette unterstützen“, erklärt Jürgen Wolpert.

Leichtes Wachstum erwartet
Für das aktuelle Geschäftsjahr fallen die Wachstumsprognosen konservativ aus. „Europa steht vor großen Herausforderungen. Und auch die globalen geopolitischen Risiken nehmen permanent zu. All das wird sich auch auf die Güterverkehrsströme und die Gestaltung der globalen Lieferketten auswirken – zum Beispiel durch höhere Kosten oder geringere Margen. Deshalb planen wir mit einem Wachstum von zwei Prozent“, sagt Peter Müller-Kronberg.