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Flurförderzeuge

Hoch, schnell, stark

10.04.2015

Wer Güter bewegt, muss sie erst einmal bewegen können. Die ZUFALL logistics group setzt deshalb an ihren neun Standorten rund 450 Flurförderzeuge ein, die alle ihrer jeweiligen Aufgabe für die Kunden des Logistikdienstleisters gewachsen sein müssen.

Wenn ein zwölf Tonnen schweres Aluminium-Coil aus der Produktion von Novelis ins Göttinger Güterverkehrszentrum (GVZ) gebracht werden muss, ist starke Hebekraft gefragt. Dann kommt ein Schwerlaststapler der größten Gewichtsklasse zum Einsatz. Für den Metallproduzenten unterhält die ZUFALL logistics group daher einige besonders leistungsstarke Flurförderzeuge. Dagegen muten die Schnellläufer, mit denen die Mitarbeiter in Nohra, Göttingen, Haiger oder Fulda in den Umschlaghallen arbeiten, wie Leichtgewichte an. Diese Fahrzeuge beschleunigen erheblich schneller, haben allerdings eine deutlich geringere Traglast.

„Wenn wir Flurförderzeuge beschaffen, achten wir zu allererst auf die Ansprüche unserer Kunden“, erklärt Rainer Schlothauer, Niederlassungsleiter Kandel. „Unsere Arbeitsmittel müssen exakt zu den Aufgaben passen, die wir für unsere Kunden in der Wertschöpfungskette übernehmen.“ Sie müssen jeder logistischen Aufgabe gewachsen sein, dort, wo sie sich konkret stellt. Schwer heben, hohe Regale bestücken oder Transportgüter flott zwischen den Umschlagtoren hin und her fahren. Entsprechend groß ist die Bandbreite des Angebots der Fahrzeughersteller für die Logistikdienstleister.

„In der Spedition benötigen wir in der Regel ganz andere Stapler als in der Kontraktlogistik“, berichtet der Logistik-Experte. Für den raschen Umschlag müssen die Geräte beispielsweise besonders wendig sein und schnell beschleunigen können. Und sie sollten robust sein, weil sie im Alltag stark gefordert werden. „Wenn sie ständig über die Laderampen auf die Ladeflächen der Lkw fahren, unterliegen sie besonders starken Belastungen“, sagt Swen Kästner, Abteilungsleiter Umschlaglager bei ZUFALL Göttingen. Deshalb verfügt man in Göttingen genauso wie an den anderen Speditionsstandorten über eine eigene Werkstatt, in der ausschließlich die Stapler und Schnellläufer gewartet und bei Bedarf umgehend wieder instand gesetzt werden. Dafür hält der Logistikdienstleister auch die gebräuchlichsten Ersatzteile permanent verfügbar. Auf bis zu 10.000 Betriebsstunden kommen die Fahrzeuge, ehe sie ersetzt werden. Als eines der wichtigsten Produktionsmittel im Speditionsbereich gehören die Fahrzeuge zum Eigentum der ZUFALL logistics group.

Ganz anders sieht das im Bereich Kontraktlogistik aus. „Wir leasen unsere Stapler und Flurförderzeuge und stimmen dabei die Vertragsdauer sowohl auf die Lebensdauer der Fahrzeuge als auch auf unsere Projektverträge ab“, erzählt Rainer Schlothauer. Das gilt beispielsweise für die Schubmast-Stapler, die im Logistik Center Kandel zur Bestückung der Hochregale eingesetzt werden. Darüber hinaus achtet der Niederlassungsleiter auf die Betriebs- und Wartungskosten sowie den Service-Level, den die Fahrzeughersteller vor Ort anbieten. „Zwar haben wir keine eigene Werkstatt, aber auch bei uns gibt es einen Bereich, in dem ein Techniker des Herstellers unsere Flurförderzeuge mindestens einmal pro Woche warten und reparieren kann.“ Dabei haben die Erfahrungswerte in Kandel gezeigt, dass sich die Stapler und Schnellläufer nach gut fünf Jahren im Einsatz nicht mehr wirtschaftlich nutzen lassen.

Bei der Auswahl der Arbeitsgeräte vergleicht die ZUFALL logistics group zunächst diverse Produkteigenschaften: Bau- und Hubhöhe, Tragfähigkeit, Joystick-Steuerung, Seitenschieber, Unfallerkennungssensoren, Panorama-Rückspiegel, Sitzheizung und last but not least den Kaufpreis. Zusätzlich werden die Betriebs- und Servicekosten sowie die Aufwendungen für Verschleißteile einkalkuliert. Ein besonders wichtiges Anschaffungskriterium stellt zudem die Betriebssicherheit dar. Moderne Fahrzeuge verfügen beispielsweise über Unfall-Sensoren, die registrieren, wenn es zu einem Anprall gekommen ist. Um sicher zu gehen, dass das Fahrzeug nicht beschädigt wurde und der Fahrer dadurch in Gefahr gerät, lässt die Steuerung dann nur noch die Fahrt im Schritttempo zu – und das solange, bis eine grundlegende Überprüfung vorgenommen wurde. In einem sogenannten Flottenmanagement-System können die Verantwort-
lichen darüber hinaus steuern, welche Fahrer welche Fahrzeuge einsetzen dürfen – in Übereinstimmung mit ihren jeweiligen Berechtigungen und Betriebsgenehmigungen.

Nachdem in der Planungsphase alle sachlichen Vergleichspunkte für die Anschaffung erfasst wurden, müssen sich die in Frage kommenden Flurförderzeuge vor der endgültigen Bestellung noch einem harten Test unterziehen. Dann prüfen die ZUFALL-Mitarbeiter die Arbeitsgeräte im Praxiseinsatz auf Herz und Nieren. „Schließlich sind sie es, die Tag für Tag damit die Güter unserer Kunden bewegen“, bekräftigen Swen Kästner und Rainer Schlothauer unisono.