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Persönliche Kundenbetreuung

Gemeinsam besser werden

Im Tagesgeschäft muss es oft schnell gehen: Informationen werden per Telefon oder E-Mail kurz und knapp ausgetauscht. Um aber Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit und der Kommunikation zu erkennen, ist es wichtig, sich Zeit für einen persönlichen Austausch zu nehmen. Dieses Ziel verfolgt die ZUFALL logistics group mit „Von GUT zu besser“-Workshops. Matthias Kindler leitet als ausgebildeter Moderator regelmäßig solche Veranstaltungen und erklärt im Interview, worauf es dabei ankommt.

Was sind eigentlich „Von GUT zu besser“-Workshops?

Bei diesen Treffen nehmen wir uns gemeinsam mit unseren Kunden eine kleine Auszeit abseits des Arbeitsalltags, um auf Augenhöhe über die Zusammenarbeit zu sprechen. Wir analysieren mit der Methode „Von GUT zu besser“, was bereits gut funktioniert und in welchen Bereichen Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Dazu betrachten wir unsere Arbeit für den Kunden als Gesamtprozess. Das bedeutet: Unser Job fängt nicht erst an der Verladerampe an, sondern beginnt schon damit, die Anforderungen unserer Kunden bei der Produktion genau zu verstehen. Mit diesem Wissen können wir einen langfristigen Mehrwert für sie erzielen, indem wir Arbeitsabläufe unternehmensübergreifend optimieren.


Wozu braucht es dabei einen Moderator – und was leistet er?

Im Prinzip ist es wie in einer Talkshow: Der Moderator nimmt die Rolle eines Vermittlers ein. Er stellt eine positive Gesprächsatmosphäre her und lenkt durch gezielte Fragen den Dialog zwischen den Teilnehmern entlang einer klar strukturierten Agenda in eine Richtung: gemeinsam besser zu werden. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, für die jeder Moderator bei ZUFALL in einer intensiven Schulung ausgebildet wird.

Was steht dabei im Vordergrund?

Eine offene und lösungsorientierte Gesprächsatmosphäre auf persönlicher Ebene bildet die Grundlage, um gemeinsam Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen. Darum suchen wir uns in der Regel neutrale Orte aus und verbinden das Seminar mit einer anschließenden Firmenbesichtigung und einem gemütlichen Abendessen. Manchmal ist es aber auch sinnvoll, sich je zu einem Termin beim Kunden und bei ZUFALL zu treffen. So lernen alle Beteiligten die Abläufe des jeweils anderen kennen und verstehen die damit verbundenen Anforderungen genauer.


Und wie funktionieren die „Von GUT zu besser“-Workshops?

Wir beschäftigen uns mit den Abläufen unserer Kunden und machen uns Gedanken dazu, wie wir sie gemeinsam optimieren können. Wenn wir wesentliche Punkte ausgemacht haben, schlagen wir proaktiv einen Workshop vor, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern und gemeinsam mit unseren Kunden neue Herangehensweisen zu entwickeln. Damit das gelingt, ist es wichtig, alle Beteiligten aus beiden Unternehmen einzuladen.


Wann finden solche Workshops mit den Kunden statt?

Das ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich: Wir laden von uns aus zu einem Workshop ein, wenn wir glauben, dass wir die Zusammenarbeit effizienter gestalten können. Die Ergebnisse dieser Meetings dokumentieren wir – und können dann beim nächsten Termin die Fortschritte überprüfen. Dafür ist es wichtig, dass eine Regelmäßigkeit entsteht. Natürlich führen wir auch dann eine Veranstaltung durch, wenn unsere Kunden mit konkreten Anliegen und Wünschen auf uns zukommen, aber in der Regel geht die Initiative von ZUFALL aus. Das verstehen wir unter persönlicher Kundenbetreuung.


Welchen „Von GUT zu besser“-Workshop haben Sie zuletzt moderiert?

Eine gemeinsame Veranstaltung mit unserem Kunden Prefa GmbH aus Wasungen, der Aluminiumdächer und -fassaden herstellt. Wir organisieren seit zehn Jahren die europaweite Distribution für das Unternehmen und haben in einem ersten Termin über das Thema Ladungssicherung und eine effizientere Beladung unseres Sattelaufliegers vor Ort gesprochen. Mit dabei waren zwei Kollegen aus dem Umschlaglager von ZUFALL Fulda, die sich in der Kommissionier- und Ladezone mit den Mitarbeitern von Prefa zu diesen Themen ausgetauscht haben.


Können Sie den Ablauf etwas genauer beschreiben?

Zunächst haben wir eine Führung durch die Produktion vor Ort erhalten – das war für die Kollegen besonders spannend, weil sie damit ein besseres Verständnis von den Produkten bekommen haben, die sie sonst nur im verpackten Zustand in der Umschlaghalle bewegen. Sie haben aber auch einen Eindruck davon bekommen, wie die Mitarbeiter von Prefa in der Ladezone arbeiten, und erkannt, dass bei der Beladung noch wesentliche Effizienzgewinne zu erzielen sind. Am Ende haben wir einen Maßnahmenplan erstellt, der festhält, wie wir die Verbesserungsvorschläge in die Praxis umsetzen können.


Und dann gab es noch einen zweiten Termin?

Ja, dabei haben wir die Mitarbeiter von Prefa durch unser Umschlaglager geführt und gezeigt, wie die Ware nach ihrer Ankunft in Fulda weiterverteilt wird. Insgesamt durchläuft jedes Produkt aus Wasungen drei Transporte, bis es am Ziel ist.


Was waren die Learnings aus den beiden Workshops für den Kunden und für ZUFALL?

Die Prefa-Mitarbeiter in der Packzone konnten erkennen, warum ein bestimmtes Vorgehen bei der Verladung von Stückgut wichtig ist. Sie wissen nun, wodurch sie den Kollegen von ZUFALL Fulda das Ausladen wesentlich erleichtern können. Und wir haben durch die Anregungen vor Ort eine zweite Ladeebene im Auflieger eingeführt, um die langen und besonders leichten Dachrinnen von den anderen Gütern getrennt und so besser geschützt transportieren zu können.

 

2016 und 2017 fanden je rund 30 „Von GUT zu besser“-Workshops in den ZUFALL-Niederlassungen statt bzw. sind bis Jahresende geplant.

Ein Video zu dem Workshop „Gemeinsam besser werden“ können Sie sich hier anschauen.