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Social Media

Auf allen Kanälen sendebereit

Mit dem Einzug der sozialen Netzwerke haben sich gesellschaftliche Veränderungen vollzogen, an denen moderne Unternehmen nicht mehr vorbeikommen: Die Unterscheidung von privat und beruflich verschwimmt immer mehr, ehemals klar definierte Zielgruppen lösen sich auf, was eine individuellere Ansprache auf unterschiedlichen Wegen erfordert. Tino Mickstein, Zentralleiter Marketing und Kommunikation bei der ZUFALL logistics group, beschreibt, wie Unternehmen diese Netzwerke optimal nutzen können.


Warum sollte jedes Unternehmen in sozialen Netzwerken aktiv sein?

Es ist heutzutage eigentlich keine Frage mehr, ob Unternehmen Social Media nutzen sollten oder nicht: Die großen Netzwerke sind zu alltäglichen Kommunikationswegen geworden, die für einige Zielgruppen genauso normal sind wie Telefon oder E-Mail. Interessenten, Kunden und Mitarbeiter erwarten ein großes Angebot bei der Auswahl ihrer Informations- und Kommunikationswege. Sie bewegen sich in sozialen Netzwerken, sprechen dort über Unternehmen und möchten sie auch direkt ansprechen können. 

Wichtig ist, den Überblick darüber zu behalten, wo die Kommunikation über das Unternehmen zustande kommt und was gesagt wird. Ansonsten läuft zum Beispiel die Unternehmenskommunikation Gefahr, Stimmungen oder Themen, die für das Unternehmen wichtig sind, zu verpassen. Und auch dem Kunden-
service können wichtige Kundenanfragen oder Reklamationen entgehen. Darunter kann das Image sehr leiden – und schließlich auch der Erfolg.

 

Wie aktiv muss ein Unternehmen sein und wie viel Zeit sollte in die Social-Media-Aktivitäten investiert werden?

Ohne einen zeitlichen Mehraufwand geht es nicht. Durch die sozialen Netzwerke entsteht insgesamt mehr Kommunikation, die verfolgt werden will. Deshalb ist es aber keineswegs zwingend notwendig, auf allen Kanälen und Plattformen zum Sender von Informationen zu werden. Es reicht oftmals schon aus, die Nutzeraktivitäten zum Unternehmen in den verschiedenen Netzwerken im Blick zu behalten und dadurch informiert zu bleiben, was und wie über die Firma gesprochen wird.

Eins ist aber klar: Die Beschäftigung mit sozialen Medien kostet nicht nur Zeit, sie bringt auch einen großen Mehrwert. Denn das Unternehmen erfährt auf diese Weise schneller, wohin sich Kunden oder Mitarbeiter entwickeln. Und wenn es einmal negative Resonanz gibt, bietet das die Möglichkeit, sich durch einen  konstruktiven Dialog weiterzuentwickeln.

 

Wie kann ein Unternehmen entscheiden, welche Netzwerke relevant sind und welche Inhalte jeweils passen?

Grundsätzlich sind alle größeren sozialen Netzwerke relevant für Unternehmen und sollten mindestens im Auge behalten werden. Dazu zählen neben Facebook noch Twitter, Instagram und Xing, aber auch Bewertungsportale wie kununu. Facebook ist dabei das dominierende Netzwerk, das zu einem Universalmedium avanciert ist, von dem die jugendliche Zielgruppe aber immer mehr abrückt. Dort können Texte, Fotos oder Videos in jeder gewünschten Anzahl oder Länge eingestellt werden, was Unternehmen vielfältige Möglichkeiten bietet. Die übrigen Netzwerke sind nicht ganz so offen: Bei Twitter sind die 
Meldungen zum Beispiel auf 140 Zeichen beschränkt. Zusätzlich kann nur noch ein Link oder ein Foto eingebunden werden. Dies passt jedoch gut zur dortigen Zielgruppe, die hauptsächlich aus Professionals besteht und kurze, prägnante Information möchte. Bei Instagram steht das Foto im Mittelpunkt und etwaige Texte kommen als Begleitung zum Bild. Dieses Medium ist bei Jüngeren inzwischen neben Snapchat eine beliebte Seite, sodass hier künftige Auszubildende oder neue Mitarbeiter gut angesprochen und abgeholt werden können. Um in der B2B-Kommunikation oder bei der Suche nach erfahrenen Mitarbeitern professionell auftreten zu können, empfiehlt sich ein gut gepflegtes Unternehmensprofil auf Xing oder Linkedin.

 

Sollte ein Unternehmen seine Mitarbeiter in die Interaktion in den sozialen Netzwerken einbinden?

So gut wie alle Mitarbeiter sind ohnehin in den Netzwerken unterwegs. Dies kann sich sehr positiv für ein Unternehmen auswirken, denn wenn die Mitarbeiter zufrieden mit ihrer Arbeit und dem Arbeitgeber sind, können sie online zu wertvollen Multiplikatoren werden. Um den Mitarbeitern Orientierung zu bieten, haben wir uns bei ZUFALL entschieden, Leitplanken für einen sensiblen Umgang mit sozialen Netzwerken an die Mitarbeiter zu kommunizieren. Dieser „Social Media Kompass“ gibt zum Beispiel Hinweise für den Umgang 
mit Netzwerken, wie den Schutz der Privatsphäre – auch von Kindern – oder für eine respektvolle Sprache. Grundsätzlich gilt: Vor jeder  Äußerung im Internet sollte die Frage stehen, ob man dies seinem Gegenüber auch ins Gesicht sagen würde. Das gilt nicht nur für den privaten Umgang in den sozialen Medien, sondern auch für Informationen über das eigene Unternehmen. Denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum und jeder kann selbstverständlich auch von seinem Arbeitgeber zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er Unwahrheiten verbreitet, Datenschutzgesetze nicht beachtet oder Persönlichkeitsrechte verletzt. Dennoch motivieren wir die Mitarbeiter zur Nutzung von sozialen Netzwerken. Sie sollen sich von diesen Richtlinien nicht eingeschüchtert fühlen, denn nur wer sich frei und nicht bevormundet fühlt, teilt gerne Inhalte seines Arbeitgebers und sorgt dadurch für eine größere Reichweite der Unternehmenskommunikation.

Den Social Media Kompass können Sie unter folgendem Link im Downloadbereich, Kategorie: Information, herunterladen: www.zufall.de/informieren/downloads/

 

Die ZUFALL logistics group ist in folgenden Social-Media-Kanälen aktiv: